Geschlechtergerechte Sprache

"Sprache ist ein Produkt historisch-gesellschaftlicher Phänomene, also stellt sie auch Produktion und Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse dar."*

Die Gleichbehandlung von Frauen und Männern spiegelt sich auch im Sprachgebrauch wider - Frauen dürfen in männlichen Formulierungen nicht länger nur "mitgemeint" ("generisches Maskulinum") sein, sondern müssen auch selbst sprachlich in Erscheinung treten.

Es gibt viele Möglichkeiten, Texte geschlechtergerecht oder geschlechtsneutral zu formulieren. Beispiele finden Sie über die weiterführenden Links. Ansonsten beraten wir Sie gerne im Büro für Frauenförderung und Gleichstellung.

Auch die JGU bekennt sich zur Gleichstellung der Geschlechter und geschlechtergerechter Sprachgebrauch ist ein integraler Bestandteil davon. So sehen Grundordnung und Frauenförderplan vor:

Grundordnung:
§ 40 - Geschlechtergerechte Sprache im universitären Bereich
Dem Auftrag des § 2 Abs.2 HochSchG zur Förderung der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist durch Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache Rechnung zu tragen. Hierbei soll nach den Grundsätzen der von den Ministerien für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, des Innern und für Sport sowie für Justiz erlassenen Verwaltungsvorschrift in der jeweils geltenden Fassung verfahren werden.

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, des Ministeriums des Innern und für Sport und des Ministeriums der Justiz vom 05. Juli 1995 (Gemeinsames Amtsblatt der Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung und für Kultur, Jugend, Familien und Frauen vom 5. Oktober 1995)

Rahmenplan zur Frauenförderung:
§ 14 - Geschlechtergerechte Sprache
(1) Im allgemeinen Schriftverkehr, in allen Ordnungen und Satzungen und in Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Universität werden entweder geschlechtsneutrale Bezeichnungen, Formulierungen und Satzgestaltungen oder die weibliche und die männliche Sprachform verwendet (vgl. Verwaltungsvorschrift des MKJFF vom 5. Juli 1995, Ministerialblatt der Landesregierung von RLP, Nr. 8, 1995: Geschlechtergerechte Amts- und Rechtssprache).

(2) Hochschulgrade werden nach einer bestandenen Hochschulprüfung oder Promotion an Frauen in weiblicher Sprachform verliehen, sofern die Verleihung in männlicher Sprachform nicht ausdrücklich gewünscht wird (§ 28 Abs. 5 UG). Dies gilt entsprechend für die Ausstellung von Zeugnissen, Bescheinigungen etc.


* Zitat aus "Geschlechtergerecht in Sprache und Bild", Johannes Kepler Universität Linz, S. 3.