Nachwuchswissenschaftlerinnen

Die Wissenschaftskarriere ist geprägt durch ein hohes Maß an beruflicher Unsicherheit, eine verhältnismäßig lange Qualifikationsphase unter hohem Leistungs- und Konkurrenzdruck und befristete Beschäftigungsverhältnisse.

Ohnehin riskante Karrieren in der Wissenschaft weisen eine mehrdimensionale Geschlechtersegregation auf institutioneller, professionsbezogener und personenbezogener Ebene auf. Wissenschaftlerinnen sind häufiger befristet und in Teilzeit beschäftigt sowie auf Stipendien angewiesen als ihre männlichen Kollegen. Sie weisen eine geringere räumliche Mobilität und ein weniger karriereförderndes Publikationsverhalten auf und sind weniger stark in die scientific community integriert.

Über sämtliche Fachrichtungen hinweg sinkt der Frauenanteil mit steigender Qualifi­kationsstufe und die Wissenschaft verliert viele hoch qualifizierte Frauen vor allem in der Phase nach der Promotion.

Daher liegt der Fokus und auch die Stärke der Gleichstellungsmaßnahmen an der JGU in ihrer differenzierten Ausrichtung auf die verschiedenen Karrierephasen von Nachwuchswissenschaftlerinnen insbesondere auf der kritischen Mid-Career-Phase nach der Promotion.

Fächerübergreifend bietet das Programm Weiblicher Wissenschaftsnachwuchs (ProWeWin) des Büros für Frauenförderung und Gleichstellung mittels Soft Skills-Angeboten, Beratung und Coaching den Frauen Unterstützung auf ihrem Qualifikationsweg in der Wissenschaft. Fächerspezifische Angebote sind das Christine de Pizan-Programm (CDP- Geistes- und Sozialwissenschaften. Kunst und Musik), das Edith Heischkel-Mentoring-Programm (EHMP - Medizin) sowie das Ada Lovelace Mentoring Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen (ALP - MINT).

Vielfältige Informationen zu allen Qualifizierungsphasen bietet das neue Portal für den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs der JGU.