Rechtliche Grundlagen

Hochschulgesetz

Aufgabe der Hochschulen ist es laut Hochschulgesetz Rheinland-Pfalz, bei allen Vorschlägen und Entscheidungen die geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu beachten (Gender Mainstreaming) (§ 2 Abs. 1) sowie die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin zu wirken (§ 2 Abs. 2).
Bei Einstellungen, Berufungen und Beförderungen sollen Frauen besonders berücksichtigt werden (§ 43 Abs. 3 und 4).

Bei einem Besetzungsvorschlag für eine Professur muss die Hochschule dem zuständigen Ministerium eine Stellungnahme der Gleichstellungsbeauftragten beifügen (§ 50 Abs. 2).

Zu den Aufgaben des Senats der Universität gehört die Bestellung einer Senatsgleichstellungsbeauftragten (§ 72 Abs. 4) und das Beschließen von Plänen zur Frauenförderung sowie von Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung (§ 76, Abs. 2 Punkt 16). Auch der Fachbereichsrat der jeweiligen Fachbereiche soll eine Gleichstellungsbeauftragte bestellen (§ 72 Abs. 5), deren Aufgaben und Mitwirkung denen der Gleichstellungsbeauftragten des Senats auf der Ebene des Fachbereichs entspricht (§ 72 Abs. 4 Satz 2 bis 4).

In Teilen ist auch das Landesgleichstellungsgesetz zu berücksichtigen.

Rahmenplan zur Frauenförderung

Uni-intern gelten der Rahmenplan zur Förderung von Frauen an der Universität Mainz und die Einzelpläne der einzelnen Fachbereiche und Einrichtungen, die jeweils konkrete Verfahrensfragen regeln und Fördermaßnahmen enthalten.

Gleichstellungskonzept der Hochschule

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz war mit ihrem Gleichstellungskonzept erfolgreich bei ihrer Bewerbung im Rahmen des Professorinnen-Programms. Es wurde die gegenwärtige Situation analysiert und Maßnahmen aufgeführt, die die Hochschule ergreift um folgende Ziele zu erreichen:

  1. Erhöhung der Anteile von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen
  2. Karriere- und Personalentwicklung für Nachwuchswissenschaftlerinnen
  3. Akquirierung von Studentinnen für Fächer, in denen sie unterrepräsentiert sind.